… endlich FRÜHLING …

Im Frühjahr werden der Gartenboden und die darin wachsenden Rosenpflanzen auf die kommende Vegetationszeit vorbereitet. Der Beginn richtet sich nach Temperatur und Wetter, nicht nach dem Kalender. Ich selbst beobachte dazu die Natur: Wenn die Graugänse in großen Schwärmen
von Westen nach Osten ziehen, bereite ich Werkzeug und Dünger vor.
VORSICHT – SPÄTFRÖSTE ! ! !
Schattenspender wie Tannenzweige, Sackleinwand oder Gartenvlies und die Schaumrohre von den Stämmen der aufrecht überwinterten Stammrosen lege ich zur Seite – vielleicht brauche ich sie bis April doch noch mal. Denn: Manchmal habe ich schon zu früh mit dem ‘Auswintern’ der Rosen begonnen….

Bild 1 – Huflattich

Bild 2 – Forsythienblüte

Nach Ende der Dauerfrostperiode, erfolgt der große alljährliche Pflege- und Sanierungs-Schnitt, trotz gelegentl. Nachtfröste oder Austrieb. Auch hier die Natur beobachten: Ich beginne beim Aufblühen des Huflattich (siehe Bild 1) und bin zur Forsythienblüte (siehe Bild 2) fertig mit dem Schneiden. Da wird dann mit Sorgfalt und System gründlich ausgelichtet und heruntergeschnitten (siehe: ROSEN-SCHNITT). Von der Pflanze bleibt manchmal nicht viel mehr übrig als das, was ich mal als sog. Nacktrose gepflanzt habe.

Mit Harke und Laubbesen wird dann der Boden zwischen / unter den Rosen gründlich gereinigt. Alles organische Material (Rosenlaub und andere Pflanzenreste) werden sorgfältig entfernt. (Die darin überwinterten Insekten sind inzwischen ausgeflogen). In diesem Laub usw. haben nämlich die Sporen von Mehltau, Sternrußtau und anderen Schadpilzen überwintert. Dieser Abraum wird bei mir nicht kompostiert, sondern in der Städtischen Müllverbrennungsanlage verbrannt.

Jetzt habe ich Bewegungsfreiheit zwischen den Rosen und kann mit der Rosengabel oder der sog. Garten-Klaue die Erde zwischen den Pflanzen 10 – 30 cm tief auflockern. Die Bodengare braucht nämlich den Sauerstoff der Luft, und lockerer Boden verhindert Verdunstung der Bodenfeuchtigkeit.

Auf den aufgelockerten Boden unter den Rosensträuchern streue ich gekörnten Rinderdung, den ich mit der ’Kralle’ leicht einarbeite. Auch Hornspäne sind geeignet, wenn etwas Thomas-Kali zugefügt wird. Wenn ich erst im MÄRZ düngen will, dann verwende ich ein fertiges Gemisch aus organischen und anorganischen Bestandteilen, z.Bsp. ‘Hornoska-Rosendünger’. 100-150 g/qm reichen für das g a n z e Jahr. (siehe: ROSEN-DÜNGUNG.)

Der deprimierende Anblick dieses ‘Kahlschlages’ für kurze Zeit kann gemildert werden, wenn genug Platz zwischen den Rosenpflanzen ist. Ich habe dort im Oktober gruppenweise hunderte von Zwiebeln der sog. ‘Botanischen Tulpen’ gesteckt. Die treiben jetzt aus, und werden bald blühen. Wenn die Rosen blühen, kann dann das braune Tulpenlaub entfernt (‘ausgedreht’) werden – die Zwiebeln dieser Botanischen Tulpen bleiben in der Erde und werden viele Jahre lang im Frühling an der selben Stelle blühen. Sie liegen mit über 10 cm tief genug, daß sie bei vorsichtiger Bodenlockerung nicht beschädigt werden müssen.

Das Thema ‘Abhäufeln’ habe ich nicht vergessen. Ganz wenige Rosen sind angehäufelt! Nämlich nur die, welche im vergangenen Herbst gepflanzt worden sind. Die schütze ich bis zur Forsythienblüte mit feuchter Erde vor Austrocknung. Dann werden auch sie freigelegt. Sie werden im 1. Jahr nicht gedüngt!

Alle von mir gepflanzten Strauch-Rosen stecken so tief in der Erde, daß die Oberkante des Veredelungsknotens mehr als 5 cm tief unter der Erdoberfläche liegt. Dort sind die Reserveaugen (schlafende Augen) gut gegen Frost und Wintersonne geschützt. Der über der Erde wachsende Teil der Pflanze war ja nur mit Schatten spendendem Material geschützt (siehe oben).

Neue Rosen können das ganze Jahr über gepflanzt werden (siehe ROSEN-PFLANZUNG). Im Winter oder Frühjahr soll der Boden dazu jedoch frostfrei sein.

Mit dem Umpflanzen alter Sträucher im Frühjahr habe ich gute Erfolge gehabt, wenn ich sie vorher tief genug heruntergeschnitten hatte (Entlastungsschnitt). Diese Rosen wurden noch im selben Jahr besonders kräftig.

Ich wünsche Ihnen GUTES GELINGEN und viel Spaß.