4 JAHRESZEITEN

phänologische Erklärungen

Astronomische Darstellung v. Frühling – Sommer – Herbst – Winter . (WIKIPEDIA)

Frühling

Frühling

Sommer

Herbst

Winter

Nach diesen vier o.a. Phänomenen richten wir uns bei der Einteilung der Jahresabschnitte, weil unser Kalender es so vorgibt. Das bedeutet aber nicht, daß 4 mal im Jahr ein Schalter die nächste Jahreszeit ein- und die abgelaufene aus-schaltet. Die Übergänge sind fließend und oft durch Schwankungen unterbrochen.

Für alles Leben auf der Erde ist das Klima lebenswichtig und die Fähigkeit, sich der Entwicklung und den Schwankungen des Klimas anpassen zu können. Diese Fähigkeit hat sich bei allem Leben in Jahrmillionen entwickelt und genetisch verankert – bei unseren Rosen auch.

Wer ein wenig die Natur beobachtet, kann bei einheimischen (endemischen oder domestizierten) Pflanzen und – allen bekannt – bei den Zugvögeln beobachten, welches Klimareignis in absehbarer Zeit bevorsteht. Das haben mir schon Großeltern und Eltern beigebracht, und seit Kindertagen bin ich in der Lage, mit Hilfe von Naturbeobachtungen ganz alltäglicher Art, Klima- und halbwegs verläßliche Wetter-Prognosen zu wagen. Für den Rosen-Schnitt im Frühjahr z.Bsp.ist der im Umfeld meiner Rosen wachsende Huflattich der Indikator, damit anzufangen. Dieser Pflege- und Sanierungsschnitt ist bei Beginn der Forsythienblüte beendet.
Alle meine Rosentätigkeiten richten sich nach dem von den Rosen angezeigten Bedarf UND nach den Indikatoren in ihrem Umfeld.

In unserer Vorstellung verbinden wir die vier Jahreszeiten mit bestimmten Bildern.

Der Frühling bringt als Erneuerer das frische Grün, der Sommer hat Wärme und Blütenpracht, der Herbst ist die Zeit der Reife für Früchte und Rosen, der Winter ist die Zeit des Rückzuges und Vergehens – das Lebensgrün macht Platz für Grau und Weiss, Eis und Schnee.
Aber – die Natur verzichtet auf diese 4 Daten unserer Astronomen und den Kalender an der Wand. Oft liegt noch Schnee auf den Gartenprimeln, und die Kinder haben die Ostereier im Schnee gesucht. Oder – die letzten Roseblüten hatten Schneemützen auf, die Blütenblätter waren mit Reif bezuckert.

Für die Gartenarbeit und deren Planung ist deshalb der sog. PHÄNOLOGISCHE KALENDER ein verlässlicheres Hilfsmittel, als der gewohnte Kalender auf astronomischer Basis. Er basiert auf langjährigen Beobachtungen ständig wiederkehrender Ereignisse in der Natur und ist ihre ‘Jahreszeiten-Uhr’ – meine auch. Phänologische Beobachter in ganz Europa melden regelmäßig ihre Beobachtungen an zentrale Dateien, von denen sie zum Allgemeingebrauch abgerufen werden können und aus denen dann auch die Klimakarte mit den Klimazonen erstellt wird. Es werden dabei die Beobachtungen aus Meteorologie, Ökologie, sowie Land- und Forstwirtschaft gesammelt.
In den bekannten ‘Bauernregeln’ sind solche Naturbeobachtungen früherer Jahrhunderte überliefert.

Mein Phänologischer Vegetations-Kalender teilt das Jahr in 10 Jahreszeiten ein.

  • Im Vorfrühling blühen Schneeglöckchen und Huflattich.
  • Im Erstfrühling entfalten sich die Forsythienblüte und das leuchtende Grün der Buchen.
  • Im Vollfrühling entfalten sich das Laub von Eiche und Esche, Apfel- und Birnenblüte.
  • Im Frühsommer finden Gras- und Roggenblüte statt – die Wildrosen blühen
  • Im Hochsommer blühen die Lindenbäume und fast alle anderen Rosen, Beerenfrüchte reifen
  • Im Spätsommer reifen Augustapfel u.a. frühe Äpfel, die Eberesche ist auch Indikator.
  • Im Frühherbst wird Holunder geerntet, die Vogelbeeren werden rot.
  • Im Vollherbst setzt durchgehend die Laubfärbung der Bäume ein, ROSENPFLANZZEIT!
  • Im Spätherbst fällt das Laub überall, die letzten Nackt-Rosen sollten in die Erde.
  • Im Winter ist Vegetationsruhe – zumindest über der Erdoberfläche.

Als Anleitung bzw. Vorschlag für IHRE Rosenarbeit finden Sie meine Erfahrungen aber weiterhin unter den gewohnten 4 Bezeichnungen FrühlingSommerHerbstWinter.